Juli bringt kräftiges Übernachtungsplus
Sommerwetter zog Besucher in die Freibäder
Der Sommer zeigte sich in diesem Jahr über weite Strecken von seiner sonnigen Seite – und das machte sich besonders in den Freibädern bemerkbar. In den an die Thüringer Wald Card angeschlossenen Schwimmbädern wurden zwischen Juni und August 43 Prozent mehr Kartenvorlagen registriert als im Vorjahreszeitraum. Besonders deutlich war der Zuwachs im Sport- und Freizeitbad im Hammergrund in Ilmenau: Hier wurde die Thüringer Wald Card 65 Prozent häufiger genutzt als im Sommer 2025.
Juli erreicht deutliches Plus, Juni und August leicht rückläufig
Auch bei den Übernachtungen fällt der touristische Sommer im Thüringer Wald insgesamt positiv aus. Zwischen Juni und August 2026 wurden 476.830 Übernachtungen elektronisch erfasst – 14.516 mehr als im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Plus von 3,14 Prozent. Besonders stark entwickelte sich der Juli mit einem Zuwachs von 14,10 Prozent. Juni und August verliefen dagegen leicht rückläufig (-1,23 bzw. -2,49 Prozent) und relativierten damit den deutlichen Juli-Zuwachs. Auch die Gästeankünfte legten zu: Insgesamt wurden 145.483 Anreisen registriert, 2,92 Prozent mehr als im Sommer 2025. Der Juli sticht auch hier mit einem Plus von 17,09 Prozent hervor. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb mit 3,28 Nächten nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr (3,27 Nächte). Die größten Zuwächse wurden in den Ilmenauer Ortsteilen Frauenwald, Stützerbach und Manebach verzeichnet. Die Entwicklung steht auch im Zusammenhang mit der Eröffnung des Naturcamp Lenkgrund in Frauenwald. Weitere Zuwächse gab es in Oberhof und Friedrichroda. In den übrigen Tourismusorten des Thüringer Waldes waren im Einzelnen keine nennenswerten Rückgänge zu verzeichnen.
Thüringer Wald Card: Wichtiges Marketing-, Vertriebs- und Analyseinstrument
Der Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor im Thüringer Wald. Doch seine Entwicklung lässt sich nicht allein anhand von Übernachtungszahlen bewerten. Die Thüringer Wald Card liefert neben ihrer Funktion als Marketing- und Vertriebsinstrument auch wertvolle Einblicke in das Freizeitverhalten der Gäste. Im Sommer 2026 wurden bei den teilnehmenden Freizeiteinrichtungen 13 Prozent mehr Kartennutzungen registriert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahlen zeigen, dass sich die Thüringer Wald Card als Angebot etabliert hat und zunehmend genutzt wird. Auch Gastgeber und Freizeiteinrichtungen setzen die Card gezielt in ihrer Vermarktung ein. Dass die Card auch bei den Gästen ankommt, zeigt das Beispiel der Familie Kozik aus Unna. Aufgrund der Thüringer Wald Card All-Inclusive hat die Familie bereits mehrfach Urlaub im Thüringer Wald gemacht – in diesem Sommer in Oberweißbach.
„Es ist schön zu sehen, wie die Karte inzwischen bei den teilnehmenden Erlebnispartnern im Alltag angekommen ist. Besonders beeindruckt waren wir in diesem Jahr von der Rennschlittenbahn Wolfram Fiedler in Ilmenau. Hier kann man Rodeln, wo sonst Sportler trainieren. Ein toller Typ, der dort über alles wacht und mit Herzblut die Gäste einweist. Wir haben schon unseren nächsten Urlaub gebucht.“
Fokus auf touristisch motivierte Gäste
Die aktuellen Auswertungen beziehen sich ausschließlich auf touristisch motivierte Gäste – also Besucherinnen und Besucher, die sich bewusst für einen Aufenthalt im Thüringer Wald entschieden haben. Geschäftsreisende und Kurpatienten sind nicht berücksichtigt, können jedoch separat ausgewertet werden. Die Datenauswertung umfasst folgende Tourismusorte:
Altenfeld | Bad Blankenburg | Bad Liebenstein | Bad Salzungen | Bad Tabarz | Brotterode-Trusetal | Cursdorf | Frankenhain | Frauenwald | Friedrichroda | Finsterbergen Gehlberg | Georgenthal | Gießübel | Großbreitenbach | Heubach | Manebach | Masserberg Neustadt am Rennsteig | Oberhof | Oberweißbach | Ruhla | Saalfeld | Schmiedefeld am Rennsteig | Schnett | Schönbrunn | Steinbach- Hallenberg | Steinach | Stützerbach | Suhl Tambach-Dietharz | Vesser | Zella-Mehlis